Gemeinsam im Gespräch - Storch
← Zum ForumErste Verluste bei jungen Weißstörchen – ungewöhnliche Zugrouten beobachtet
Bei den besenderten Weißstörchen aus Rheinland-Pfalz gibt es auf dem diesjährigen Zug in die Winterquartiere bereits deutliche Verluste. Von 150 Jungstörchen, die mit Sender-Ringen ausgestattet wurden, sind nach Angaben des Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie bereits zehn Tiere nachweislich gestorben. Stromschläge an Leitungen und Masten seien weiterhin die häufigste Todesursache.
Sorgen gibt es auch um den aus einer Storchenkamera bekannten Jungstorch „Rocky“ aus Freinsheim. Sein letztes Signal stammt vom 20. August aus der spanischen Provinz Saragossa am Ebro. Fachleute halten es inzwischen für möglich, dass auch er an einem Strommast ums Leben gekommen ist. Gleichzeitig zeigen die Senderdaten in diesem Jahr auffällig unterschiedliche Zugwege: Während viele Weißstörche bereits Spanien, Marokko oder Gebiete weiter südlich erreicht haben, flog ein Tier aus Maximiliansau ungewöhnlicherweise über die Ostroute bis nach Syrien. Ein weiterer Storch aus Kapsweyer zog zunächst nach Sachsen und anschließend in das polnisch-slowakische Grenzgebiet. Die Forscher sprechen von ungewöhnlich vielen ungewöhnlichen Zugstrategien.
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