Gemeinsam im Gespräch - Storch
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Der Weißstorch ist nach seiner Wiederansiedlung vor rund 30 Jahren wieder fest in Rheinland-Pfalz heimisch. Doch trotz der erfolgreichen Bestandsentwicklung sieht die neue Leiterin des Storchenzentrums Bornheim, Simone Friedrich, weiterhin erhebliche Herausforderungen beim Artenschutz.
Nach Einschätzung der Expertin reicht es nicht aus, ausschließlich die Zahl der Brutpaare zu beobachten. Entscheidend sei, ob die Weißstörche langfristig ausreichend Nahrung und geeignete Lebensräume finden.
Besonders intensive Landwirtschaft, längere Trockenperioden und veränderte Niederschläge könnten die Nahrungsgrundlagen gefährden. Artenreiche Wiesen, naturnahe Gewässer und extensiv bewirtschaftete Flächen müssten deshalb stärker geschützt und miteinander verbunden werden.
Das Storchenzentrum möchte künftig enger mit anderen Naturschutzprojekten zusammenarbeiten. Dabei soll der Weißstorch als Botschafter für den Schutz ganzer Ökosysteme dienen.
Friedrich betont, dass eine stabile Storchenpopulation nicht automatisch bedeute, dass auch die Lebensräume dauerhaft gesichert seien. Der erfolgreiche Wiederaufbau des Bestandes sei deshalb kein Abschluss, sondern der Ausgangspunkt für weitere Schutzmaßnahmen.
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