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Mindestens zwölf junge Weißstörche durch Plastikmüll verendet

25.10.2026

Im Naturgebiet Geloi Wetland bei Gela auf Sizilien sind mindestens zwölf junge Weißstörche durch verschluckte Kunststoffabfälle verendet. Besonders erschreckend: In den Mägen der toten Vögel entdeckten Naturschützer neben Plastik und Gummibändern sogar medizinische Stauschläuche.

Wie der Ornithologe Angelo Scuderi gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA erklärte, verwechseln die Weißstörche solche Gegenstände offenbar mit Nahrung. Besonders die länglichen Gummischläuche ähneln Regenwürmern und werden deshalb von den Vögeln aufgenommen.

Die verschluckten Fremdkörper können tödliche Darmverschlüsse verursachen. Betroffen sind insbesondere Jungvögel, die von ihren Eltern mit Nahrung versorgt werden.

In der Umgebung des Schutzgebietes befinden sich mehrere illegale Müllablagerungen. Dort könnten die Weißstörche auf ihrer Nahrungssuche mit den gefährlichen Abfällen in Kontakt kommen.

Woher die medizinischen Stauschläuche tatsächlich stammen, ist bislang ungeklärt. Scuderi fordert deshalb eine gründliche Untersuchung und strengere Kontrollen bei der Entsorgung solcher Abfälle.

Die Naturschützer haben in dem Gebiet bereits künstliche Nisthilfen errichtet, um die Weißstörche vor Stromschlägen an Hochspannungsleitungen zu schützen. Gegen die neue Gefahr durch verschluckten Müll helfen diese Maßnahmen jedoch nicht.

Die jetzt bekannt gewordenen Todesfälle zeigen, dass selbst geschützte Brutgebiete nicht ausreichen, wenn die Tiere außerhalb der Schutzgebietsgrenzen auf gefährliche Abfälle treffen

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