Gemeinsam im Gespräch - Storch
← Zum ForumZugrouten der Weißstörche aus Marchegg weiterhin nicht vollständig erforscht
In Marchegg befindet sich die größte Weißstorchkolonie Österreichs. Doch trotz jahrelanger Beobachtungen wissen Wissenschaftler noch immer nicht genau, welche Routen die Vögel auf ihren Wanderungen in die Winterquartiere nehmen.
Wie am 29. Oktober berichtet wurde, beschäftigten sich Fachleute bei einem Vortragsabend im Schloss Marchegg mit dem Leben und Zugverhalten der Weißstörche. Die Veranstaltung fand bereits am 15. Oktober statt.
Der Naturschutzverein Auring setzt auf die Beringung einzelner Weißstörche. Durch individuell gekennzeichnete Ringe können die Tiere wiedererkannt werden. So lassen sich ihre Entwicklung und einzelne Wanderbewegungen über mehrere Jahre verfolgen.
Biologin Karin Donnerbaum erläuterte außerdem, warum die March-Thaya-Auen besonders günstige Lebensbedingungen bieten. Auwiesen, Wälder und Weideflächen sorgen für ein vielfältiges Nahrungsangebot und gute Voraussetzungen für die Jungenaufzucht.
Auch der Schwarzstorch und seine Lebensraumansprüche waren Thema der Veranstaltung.
Eine wichtige Forschungsfrage bleibt jedoch offen: Die genauen Zugrouten der Marchegger Weißstörche konnten bislang nicht vollständig rekonstruiert werden. Die langfristige Beobachtung soll helfen, diese Wissenslücke zu schließen.
Die Fachleute betonten zudem, dass der dauerhafte Schutz der Auenlandschaft entscheidend für den Fortbestand der Storchenkolonie ist.
Noch keine Kommentare.

