Gemeinsam im Gespräch - Storch
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Die internationale Schwarzstorch-Forschung hat einen ihrer erfahrensten Experten verloren. Der lettische Ornithologe Māris Strazds ist am 2. November 2026 im Alter von 66 Jahren gestorben. Das bestätigte die Lettische Ornithologische Gesellschaft.
Mehr als 30 Jahre widmete Strazds der Erforschung und dem Schutz des Schwarzstorchs. Er gehörte zu den international anerkannten Spezialisten für diese seltene und besonders scheue Vogelart.
Zu seinen bedeutenden Forschungsarbeiten gehörte eine internationale Expedition von Lettland nach Afrika. Dabei untersuchten Wissenschaftler die Zugwege der Schwarzstörche und ihre Wanderungen in die afrikanischen Winterquartiere.
Im Jahr 2011 schloss Strazds seine Doktorarbeit über die Schutzökologie des Schwarzstorchs in Lettland ab. Seine Untersuchungen beschäftigten sich insbesondere mit den Lebensraumansprüchen der Vögel und den Gefahren für ihre Brutgebiete.
Ein besonderes Anliegen war ihm der Schutz alter Wälder. Schwarzstörche benötigen möglichst ungestörte Waldgebiete mit geeigneten großen Bäumen zum Nestbau. Strazds setzte sich deshalb für den Erhalt solcher Lebensräume und die Einrichtung geschützter Brutgebiete ein.
Bereits 1985 gehörte er zu den Gründern der Lettischen Ornithologischen Gesellschaft. Bis 2002 leitete er die Organisation und prägte die ornithologische Forschung und den Vogelschutz seines Landes.
Mit seinem Tod verliert der internationale Schwarzstorchschutz einen Wissenschaftler, der über Jahrzehnte wichtige Erkenntnisse über das Leben, die Wanderungen und den Schutz dieser Vogelart gesammelt hat.
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