Gemeinsam im Gespräch - Storch
← Zum ForumGericht erzwingt neuen Schutzarten-Katalog – auch Schwarzstorch betroffen
In der russischen Region Kaliningrad hat ein Gericht das regionale Umweltministerium verpflichtet, das seit Jahren überfällige Rote Buch gefährdeter Arten neu herauszugeben. Zu den Arten, die in der geplanten Neuausgabe berücksichtigt werden sollen, gehört auch der Schwarzstorch.
Die Staatsanwaltschaft hatte festgestellt, dass das Ministerium seine gesetzlichen Verpflichtungen nicht erfüllt hatte. Das bisherige Rote Buch stammt aus dem Jahr 2010. Obwohl eine Aktualisierung mindestens alle zehn Jahre vorgeschrieben ist, erschien seitdem keine neue Ausgabe.
Am 2. November wurde bekannt, dass das zuständige Gericht der Klage der Naturschutzstaatsanwaltschaft stattgegeben hat. Das Ministerium muss die überarbeitete Ausgabe innerhalb von sechs Monaten vorbereiten, veröffentlichen und verbreiten.
Für den Schwarzstorch ist die Entscheidung von Bedeutung, weil die regionalen Roten Bücher als amtliche Grundlage für den Schutz seltener Tierarten und ihrer Lebensräume dienen.
Nach bisherigen Planungen soll die Neuausgabe 95 Tierarten, Unterarten und Populationen berücksichtigen. Neben dem Schwarzstorch werden unter anderem Luchse, Uhus und verschiedene Meeressäugetiere genannt.
Die Aufnahme des Schwarzstorchs in die endgültige Neuausgabe ist allerdings noch nicht bestätigt. Auch neue Bestandszahlen für die Art wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die gerichtliche Verpflichtung stellt eine neue Entwicklung dar: Während das Umweltministerium zuvor lediglich eine Aktualisierung angekündigt hatte, besteht nun eine gerichtlich angeordnete Frist zur Veröffentlichung.
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