Der Storchenzug
Zugverhalten

Weißstörche sind bekannte Zugvögel, die jährlich zwischen ihren Brutgebieten in Europa und ihren Überwinterungsgebieten in Afrika wechseln. Dabei nutzen sie thermische Aufwinde, um lange Strecken mit wenig Energieaufwand zurückzulegen.
Es gibt zwei Hauptzugrouten:

- Westroute: Störche aus Südwestdeutschland, den Benelux-Ländern, Frankreich, Spanien und Portugal ziehen über Gibraltar nach Westafrika.
- Ostroute: Störche aus dem restlichen Teil Deutschlands, Dänemark, Osteuropa und dem Mittleren Osten fliegen über die Ägäis und die Sinai-Halbinsel nach Ost- oder Südafrika.
Kulturelle Bedeutung in verschiedenen Ländern
- Europa: Der Storch gilt traditionell als Kinder- und Glücksbringer.
- Türkei und muslimische Länder: Der Storch wird als „Haer Leylek“ (Pilgervogel) bezeichnet und gilt als heilig.
- Arabische Welt: Dort existiert der Volksglaube, dass Störche die Seelen verstorbener Menschen verkörpern.
- Afrikanische Länder: In Mali und anderen Regionen wird der Abdimstorch als Kinderbringer verehrt.
