Anzeige
Wiese-Art – 10.10.2026

Gemeinde rückt von Plänen zur Halbierung des Weißstorchbestands ab

📍 Uznach, Kanton St. Gallen, Schweiz

In der Schweizer Gemeinde Uznach hat der Gemeinderat seine umstrittenen Pläne zur deutlichen Reduzierung des Weißstorchbestands abgeschwächt. Ursprünglich sollten die rund 100 bis 120 Störche innerhalb von vier Jahren um die Hälfte reduziert werden. Nach heftiger Kritik von Naturschützern und dem örtlichen Storchenverein zeichnet sich nun eine Kehrtwende ab.
Gemeindepräsident Diego Forrer erklärte gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), dass auch eine Stabilisierung des Bestands oder eine Verringerung um lediglich 20 Störche akzeptabel wäre.
Hintergrund des Konflikts sind zunehmende Beschwerden über Storchenkot auf Dächern, Solaranlagen, Gehwegen und Fahrzeugen. In Uznach hatten während der diesjährigen Brutsaison rund 50 Weißstorchpaare gebrütet. Von mehr als 100 Jungvögeln überlebten dank günstiger Witterungsbedingungen nahezu alle.
Der Präsident des örtlichen Storchenvereins, Bruno Bachmann, kritisierte insbesondere, dass sein Verein nicht frühzeitig über die geplanten Maßnahmen informiert worden sei. Gemeindepräsident Forrer räumte inzwischen Kommunikationsfehler ein und kündigte Gespräche mit dem Storchenverein an.
Eine eigenständige Bestandsregulierung durch die Gemeinde ist rechtlich ohnehin nicht möglich. Der Schutz des Weißstorchs wird auf Bundesebene geregelt. Der Kanton St. Gallen kann darüber nicht allein entscheiden.
Ob und welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt offen. Die deutliche Abschwächung der ursprünglichen Forderung stellt jedoch eine neue Entwicklung im Streit um die Weißstörche dar.

Quellen

  • Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Webseite erstellt mit WieseCMS