Die Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern haben 2026 deutlich mehr Nachwuchs großgezogen als im schwachen Vorjahr. Nach einer ersten Bilanz der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des NABU wurden in den westlichen Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim durchschnittlich mehr als zwei Jungstörche pro Brutpaar flügge. Im Osten des Bundeslandes fiel der Bruterfolg dagegen geringer aus.
Der Storchenexperte Stefan Kroll führt die Unterschiede vor allem auf die Niederschläge im Frühjahr zurück. Während im Westen ausreichend Regen für ein besseres Nahrungsangebot sorgte, waren die Bedingungen im Osten weniger günstig.
Zum Vergleich: 2025 hatten landesweit 739 Brutpaare insgesamt 1.168 Jungstörche aufgezogen. Die endgültigen Zahlen für 2026 sollen im November veröffentlicht werden.
Sorgen bereiten den Naturschützern allerdings die derzeit trockenen Bedingungen in den ostafrikanischen Überwinterungsgebieten. Sie könnten dazu führen, dass im kommenden Frühjahr weniger Weißstörche nach Deutschland zurückkehren.
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📍 Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Quellen
- Deutsche Presse-Agentur (dpa)
