Im französischen Dorf Mairy hat ein abgestürztes Weißstorchnest einen 13-stündigen Stromausfall verursacht. Starke Windböen hatten das Nest von einem Strommast gerissen. Dabei stürzte auch eine Stromleitung zu Boden.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 25. Oktober 2026. Zwischen 2:30 Uhr nachts und 15:30 Uhr am Nachmittag waren die Einwohner ohne Strom. Erst nach einem längeren Reparatureinsatz konnte die Versorgung wiederhergestellt werden.
In dem kleinen Dorf befinden sich inzwischen fast 30 Storchennester auf Strommasten. Besonders im Frühjahr, wenn die Weißstörche zurückkehren und ihre Nester ausbauen, kommt es immer wieder zu Problemen mit den Stromleitungen.
Bürgermeister Jean-Pierre Aubrier bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die Gemeinde nach dauerhaften Lösungen suche.
Geplant ist unter anderem, einzelne Storchennester auf speziell errichtete Nistmasten umzusetzen. Dadurch sollen sowohl die geschützten Weißstörche als auch die Stromversorgung besser geschützt werden.
Solche Maßnahmen sind allerdings nicht einfach umzusetzen. Da Weißstörche unter Naturschutz stehen, dürfen ihre Nester nicht ohne entsprechende Genehmigung entfernt oder versetzt werden.
Ob sich während des Absturzes Störche in der Nähe befanden oder Tiere verletzt wurden, ist nicht bekannt.
